Ersteige die Hochalpen wenn du willst, aber vergiß nie, daß Mut und Kraft ohne Klugheit nichts sind, und daß eine augenblickliche Nachlässigkeit das Glück eines ganzen Lebens zerstören kann.
 
Vor dir:  Felsen                 Hinter dir:   Lethargie
           Moränen                                   Zweifel
               Gipfel                                         Schmerzen
 
 
 
 
                                                  Die Liebe zum Bergwandern an sich begann aber erst im August 2007
 
                                                                                 Da beging ich einen kleinen Ausrutscher nach Frankreich.
  
                                               
   
 
Es kam plötzlich der Wunsch in mir hoch, Europa´s höchsten Berg mir anzuschaun. Den "Mont Blanc" !!!

Natürlich wollte ich ihn mir nicht nur anschaun, sondern ihn auch aus nächster Nähe fotografieren, denn meine Leidenschaft liegt auch darin, nach interessanten Ansichten Ausschau zu halten und diese dann so gut wie möglich auf Foto´s festzuhalten. Und für mich gibt es nichts interessanteres, spannenderes und abwechslungsreicheres, als die Berge. Vorallem aber die Schweizer Berge und das gesamte Mont Blanc Gebirge !!!

Sodann machte ich mich auf, erst einmal einiges über Campíngplätze ( denn ich wollte ja im Zelt übernachten ) und den dortigen Wanderrouten im Internet ausfindig zu machen.

Zu Hause am Pc entschied ich mich dann für eine Wanderroute an einem Berg, der genau gegenüber vom Mont Blanc lag. Dieser trägt den Namen "La Brevent".

Mein Gedanke dabei war, dass ich von dort oben aus die besten und schönsten Foto´s vom Mont Blanc machen könnte.

Als ich dann aber schliesslich in "Chamonix" ankam, hatte ich ganz schnell die zuhause geplante Route "quasi" über Bord geworfen.

Nein, für mich stand sofort fest, ich möchte direkt neben dem "Glacier les Bosson" hoch laufen und dieses tat ich dann auch.

Zunächst checkte ich erst einmal ab, welche Routen es da gibt, um diesen Weg überhaupt hoch gehen zu können, denn schliesslich war das ja nun zuhause gar nicht von mir geplant worden.

Schliesslich fand ich dann einen für mich günstigen Weg, bei dem das Ziel eine Hütte war. Diese heisst "Les Pyramides". Dauer ca. 5 Std. wie auf dem Schild stand. Ok dachte ich mir, dass ist eine schöne Tagestour für mich. Es war ja Hochsommer und dementsprechend lange war es auch hell. Ich wollte mich ja schliesslich bei dieser Hütte noch ein wenig aufhalten um mich ein wenig auszuruhen, mir ein wenig die Umgebung anzuschaun und vorallem um interessante Foto´s zu machen.

Als ich wieder zurück zum Campingplatz wollte, beging mir noch eine alte Frau, die gerade mit ihrem Schäferhund am Wegesrand stand. Ich weiss nicht mehr wie es begann, aber aus irgendeinem grund sprach sie mich auf französisch an. Nun war und ist ja mein Französisch ganz und gar nicht das, was es sein soll. Ich fragte sie dann auf englisch, ob sie Deutsch oder Englisch sprechen könnte. Sie verneinte dies, aber irgendwie hatte es doch geklappt, dass wir uns so weit wie möglich miteinander verständigen konnten.

Sie erzählte mir, dass sie vor 30 Jahren den Mont Blanc hoch gegangen ist und sie dabei auch neben dem "Les Bosson" Gletscher entlang wäre. Sie zeigte mir dann auch einen Weg den ich gehen könnte um eben auch direkt neben diesem Gletscher sein zu können. Ich freute mich wirklich riesig über ihre Empfehlung und bin dann voller Vorfreude zu meinem Campingplatz zurück gegangen.

Spät Abends war dann nochmal mächtig was los auf diesem Campingplatz. Ich wollte eigentlich schon schlafen, da ich ja am nächsten Morgen früh los gehen wollte, aber man hörte einige Busse kommen und immer mehr Leute reden. Ich bin dann nochmal aufgestanden um zu sehen, was denn da los ist. Da sah ich dann jede menge Leute mit ihren Stirnlampen rum laufen, so dass es aussah, als würden allerhand Glühwürmchen umher schwirren. Diese grosse Gruppe an Menschen war gerade schon dabei, ihre Zelte aufzuschlagen. Das fand ich dann so interessant, dass ich mich nochmal draussen auf meinen Campingstuhl gesessen habe und denen beim aufbauen zusah. Ausserdem konnte man bei dem Geräuschpegel sowieso nicht schlafen.

Am nächsten Morgen als ich aufstand, waren die alle schon dabei ihre riesigen Rucksäcke zu bepacken. Ich merkte dann auch an der Sprache, dass es Italiener waren. Männlein wie Weiblein waren da zugange im Alter zwischen ca. 25 u. 45 Jahren. Es war schon sehr interessant zu sehen, was die sich da so alles eingepackt haben. Daran konnte man schon erkennen, dass sie auf den Mont Blanc wollen. Allein dieses Abenteuerfeeling von dieser Gruppe hat mich schon sehr fasziniert !!! Dabei vergass ich dann fast, dass ich ja eigentlich auch los gehen wollte :-)

Als ich wieder zu der Stelle kam die mir die alte Frau empfahl, stand sie schon mit ihrem Schäferhund da und wartete scheinbar auf mich. Sie fragte mich, ob ich jetzt los gehen wollte, ich bejahte dies und sie wünschte mir dann noch alles gute auf meinem Weg und drückte mir sogar die Daumen.

Es war ein sehr schöner Weg. Daneben ein lauter und tosender Gebirgsbach. Es war wirklich sehr beeindruckend und ich war total begeistert. Aber plötzlich ging der Weg nach rechts ab und geradeaus weiter gab es dann nur noch einen Trampelpfad. Ich schaute mich öfter um, denn hinter mir war auch eine Gruppe von Wanderern, bei der auch ältere Leute teil nahmen. Ich hoffte, dass sie nun auch diesen Trampelpfad entlang gingen, aber die Gruppe ging dann doch rechts den breiteren Weg weiter. Ich bin dann trotzdem diesen schmalen Pfad weiter, denn hier war alles so Ursprünglich und sehr sehr interessant. Da lagen dicke Baumstämme quer über dem Weg, so dass man über diese teils oben drüber, teils unten hindurch musste. Es war die absolute Wildnis !!!  Aber nach einer halben Stunde wurde mir das ganze dann doch ziemlich gefährlich geworden, so dass ich am überlegen war, sollte ich den Weg wirklich weiter gehen oder doch lieber wieder umdrehen um den breiteren Weg weiter zu folgen. Ich entschied mich dann umzudrehen, denn schliesslich war ich ja alleine unterwegs und ich kannte diese Gegend nicht. Wusste nicht, was da womöglich noch alles auf mich zukommen würde.

Sodann machte ich mich eben auf, den Trampelpfad wieder zurück zu gehen. Mit der Zeit wurde ich dann aber ein wenig unruhig. Mir kam es so vor, als würde ich den breiteren Weg nicht mehr finden. Ich dachte mir, so weit kann das doch noch nicht gewesen sein was ich bisher gelaufen bin. Da entschied ich mich einfach mal nach links quer durch den Wald zu gehen und siehe da, nach kurzer Zeit hatte ich ihn dann endlich wieder gefunden.

Es war ein wirklich herrlicher Sommertag,

( Fortsetzung folgt...

"Eine einmal gelebte starke, intensive Erfahrung gehört nicht der Vergangenheit an. Sie lebt in jedem Augenblick in Dir. Sie verlässt den Augenblick niemals".
(Tibetische Weisheit).

 

 

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